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Produkt · Lastmanagement

Dymbol LM-Controller: lokal geregelt, ohne Cloud.

Der LM-Controller verteilt die verfügbare Leistung des Hausanschlusses dynamisch auf alle angeschlossenen Ladepunkte. Er misst phasenselektiv, berechnet den freien Spielraum alle zwei Sekunden neu und gibt jedem Ladepunkt genau den Strom frei, der ohne Überlastung zur Verfügung steht. Ein Controller bedient 2 bis 20 Ladepunkte – für größere Anlagen setzen wir mehrere Controller ein. Entwickelt für Mehrfamilienhäuser, Tiefgaragen und Gewerbeobjekte.

★★★★★ 5,0 · 56 Bewertungen · Eingetragener Elektrofachbetrieb (HwK Köln)

Ladepunkte2 – 20 je Controller
Regelzyklus2 s, phasenselektiv
AnbindungOCPP 1.6J
Laufende Kosten0 €
Dymbol LM-Controller im schwarzen Metallgehäuse mit zwei Ethernet-Ports, USB und HDMI
LM-Controller im Metallgehäuse, passiv gekühlt. Wand- oder Hutschienenmontage.

Alle zwei Sekunden neu gerechnet

Der Regelkreis läuft in einem festen Takt und wiederholt dabei immer dieselben vier Schritte. Weil der Takt fest ist, ist auch die Reaktionszeit vorhersagbar.

  1. MessenEin Zähler im Vorzählerbereich erfasst den Strom getrennt für L1, L2 und L3. Keine Summenwerte, keine Schätzung.
  2. RechnenDer Controller ermittelt je Phase den freien Spielraum und verteilt ihn nach den eingestellten Prioritäten auf die Ladepunkte.
  3. StellenJeder Ladepunkt erhält seinen neuen Wert. Der Controller liest ihn zurück und prüft, ob er angekommen ist.
  4. AbsichernBleiben Messwerte oder Rückmeldungen aus, wird die Freigabe gesenkt, bevor etwas überlastet werden kann.

Vier Ebenen, die den Hausanschluss schützen

Die Sicherheitskette ist so aufgebaut, dass kein einzelner Fehler zur Überlastung führen kann. Jede Ebene wirkt unabhängig von den anderen.

  • Messwerte veralten: Bleiben Zählerdaten aus, senkt der Controller sofort auf den sicheren Grundwert – statt mit dem letzten bekannten Wert weiterzurechnen.
  • Prozess antwortet nicht: Fehlt das Lebenszeichen der Regelung, gehen alle Ladepunkte auf Minimalstrom.
  • Hardware-Watchdog: Reagiert das System nicht mehr, startet die Hardware es neu.
  • Grenzwert im Ladepunkt: Jeder Ladepunkt begrenzt seinen Strom zusätzlich fest – unabhängig vom Controller und auch dann, wenn dieser komplett ausfällt.

Dazu kommt die Rückleseprüfung im laufenden Betrieb: Ein Stellbefehl gilt erst dann als ausgeführt, wenn der Ladepunkt ihn bestätigt hat.

Systemaufbau

Zwischen Hausanschluss und Ladepunkten sitzen genau zwei Komponenten: die Messung im Vorzählerbereich und der Controller. Für Regelung und Betrieb ist keine Internetverbindung erforderlich.

  • Messung am Netzanschlusspunkt: Eastron SDM630MCT-V2 über Modbus RTU, mit Stromwandlern Hager ZY1255LM für den Vorzählerbereich. Parametriert als 3P4W mit passendem Wandlerverhältnis.
  • LM-Controller: berechnet den freien Spielraum je Phase im 2-Sekunden-Takt und verteilt ihn nach Ladegruppe und Priorität.
  • Ladepunkte: 2 bis 20 Stück je Controller über OCPP 1.6J, alternativ über die go-e HTTP API v2 für Core, Gemini, Gemini 2.0 und PRO.
  • Wärmepumpe: eigener Steuerausgang mit Vorrangregel, im Rahmen der §14a-Vorgaben mitgeregelt.
  • Bedienung: Web-Oberfläche im Browser, optional eine dauerhafte HDMI-Anzeige im Technikraum.

Technische Daten

VerfahrenDynamisches Lastmanagement, phasenselektiv für L1, L2 und L3
Regelzyklus2 s, fester Takt
Ladepunkte2 bis 20 je Controller; größere Anlagen mit mehreren Controllern
PriorisierungNach Ladegruppe und einzelnem Ladepunkt, frei konfigurierbar
BetriebsartenDynamisch mit Messung am Hausanschluss oder statisch mit fester Obergrenze
Netzorientierte Steuerung§14a EnWG: Leistungsreduzierung, Aufteilung auf mehrere steuerbare Verbrauchseinrichtungen, Wärmepumpe mit eigenem Ausgang und Vorrangregel
Ladepunkt-AnbindungOCPP 1.6J über WebSocket/JSON, Controller arbeitet als lokales Central System; alternativ go-e HTTP API v2
ZähleranbindungModbus RTU über RS485 sowie Modbus TCP, Gerätekatalog mit hinterlegten Profilen
Netzwerk2 × Ethernet 10/100/1000 – getrennte Netze für Gebäude und Ladeinfrastruktur möglich
Feldbus4 × RS485, galvanisch getrennt, Schraubklemmen
AnzeigeOptional HDMI, 1920 × 1080, dauerhafte Kiosk-Ansicht
FernzugriffOptional über Tailscale, verschlüsselt und ohne Portfreigabe im Router
RechenmodulEmbedded-Rechenmodul, ARM Cortex-A76 Quad-Core, 64 Bit, 2 GB RAM, 32 GB eMMC
DatenspeicherOptional M.2 NVMe SSD 256 GB für die Dauerprotokollierung
BetriebssystemGehärtetes Linux-System auf Debian-Basis, 64 Bit
GehäuseMetallgehäuse, passiv gekühlt, Wand- oder Hutschienenmontage, IP20
Versorgung7 … 36 V DC, Netzteil im Lieferumfang, typisch unter 10 W
Betriebstemperatur0 … +50 °C
DatenhaltungAusschließlich lokal auf dem Controller

Vollständige Angaben im technischen Datenblatt, Stand 07/2026. Technische Änderungen vorbehalten.

Auswertung und Eichrecht

Verbräuche lassen sich je Standort, Ladepunkt und RFID-Karte als PDF in kWh ausgeben – als Grundlage für die interne Kostenverteilung in der Gemeinschaft.

Hinweis zum Eichrecht

Der LM-Controller ist eine Regel- und Auswerteeinrichtung, keine eichrechtlich zugelassene Messeinrichtung. Für die Abrechnung von Ladestrom gegenüber Dritten nach MessEG und MessEV sind eichrechtskonforme Ladepunkte erforderlich. Die Auswertungen des Controllers dienen der internen Kostenverteilung und der Betriebsübersicht.

Lieferumfang und Zusammenarbeit

Geliefert wird der Controller mit vorinstallierter und parametrierter Software, Netzteil, Inbetriebnahme, Parametrierung und Einweisung vor Ort sowie der Anlagendokumentation.

Im ersten Betriebsjahr überwachen wir die Anlage und passen die Regelparameter an den tatsächlichen Strombedarf des Gebäudes an. Ziehen Bewohner ein, kommen Fahrzeuge dazu oder ändert sich das Nutzungsverhalten, wird nachjustiert.

Danach ist ein Wartungsvertrag möglich – für den Weiterbetrieb aber nicht erforderlich. Das System läuft eigenständig weiter, auch ohne Vertrag und ohne Verbindung zu uns. Die wiederkehrende Prüfung der elektrischen Anlage nach DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3 übernehmen wir auf Wunsch; für gewerblich genutzte Objekte ist sie verpflichtend.

Unterlagen zum Download

Beide Dokumente als PDF – zum Weiterleiten an Beirat, Hausverwaltung oder Planer.

Häufige Fragen

Müssen alle Wallboxen vom selben Hersteller sein?
Nein. Über OCPP 1.6J lassen sich Ladepunkte unterschiedlicher Hersteller einbinden. Wir empfehlen go-e, weil die Regelung darauf abgestimmt und im Betrieb erprobt ist.
Was passiert, wenn der Controller ausfällt?
In jedem Ladepunkt ist zusätzlich eine feste Strom-Obergrenze hinterlegt. Fällt der Controller aus, wird weiter geladen – nur begrenzt auf diesen sicheren Wert.
Fallen monatliche Kosten an?
Nein. Der Controller läuft im Gebäude. Es gibt kein Portal und kein Abonnement, das für den Betrieb bezahlt werden muss.
Kann die Anlage später erweitert werden?
Ja. Ein Controller bedient bis zu 20 Ladepunkte; zusätzliche Ladepunkte werden beim Netzbetreiber angemeldet und anschließend im Dashboard aufgenommen. Eine feste Obergrenze für das Gebäude gibt es nicht – größere Anlagen setzen wir mit mehreren Controllern um.
Geht auch mehr als 20 Ladepunkte?
Ja. Die 20 sind die Kapazität eines einzelnen Controllers, nicht die Grenze der Anlage. Für größere Tiefgaragen und Gewerbeobjekte planen wir mehrere Controller ein. Wie die verfügbare Anschlussleistung dabei aufgeteilt wird, legen wir im Lastkonzept nach dem Ortstermin fest.
Braucht der Controller eine Internetverbindung?
Für Regelung und Betrieb nicht. Der Controller arbeitet vollständig lokal. Ein verschlüsselter Fernzugriff über Tailscale ist optional möglich, ohne Portfreigabe im Router.
Ist der Controller eichrechtskonform?
Nein, und das ist eine bewusste Abgrenzung. Der LM-Controller ist eine Regel- und Auswerteeinrichtung, keine eichrechtlich zugelassene Messeinrichtung. Für die Abrechnung von Ladestrom gegenüber Dritten nach MessEG und MessEV sind eichrechtskonforme Ladepunkte erforderlich. Die Auswertungen des Controllers dienen der internen Kostenverteilung und der Betriebsübersicht.
Lässt sich eine Wärmepumpe mitregeln?
Ja. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen werden mitgeregelt. Die Wärmepumpe erhält einen eigenen Steuerausgang und kann per Vorrangregel bevorzugt bedient werden.

LM-Controller für Ihr Objekt

Nach einem Ortstermin erhalten Sie ein Konzept mit der möglichen Anzahl an Ladepunkten und ein Festpreisangebot. Erst danach entscheiden Sie.